Jedes Verzeichnis hat dasselbe Problem am Anfang: Ohne Einträge kommt niemand, und ohne Besucher trägt sich niemand ein. Die übliche Lösung besteht darin, den Bestand zu füllen – mit importierten Daten, mit Beispielprofilen, mit „Musterunternehmen“.

Für dieses Portal scheidet das aus. Das Versprechen lautet, dass Angaben hier belegbar sind: geprüfte Verweise, namentliche Bestätigungen, Belege je Fähigkeit. Ein erfundenes Profil zwischen echten wäre nicht bloß ein Schönheitsfehler, sondern der Widerruf des Versprechens.

Was stattdessen da ist

Fünfundneunzig Fähigkeitsartikel. Jeder mit Kurzantwort, prüfbaren Fakten und einer Einordnung. Das ist der Teil, der auch ohne ein einziges Profil einen Wert hat – und der Teil, der sich nicht schnell nachbauen lässt.

Ein Profil gibt es: das des Betreibers. Nicht als Schaufenster, sondern weil jemand die Belegkette einmal vollständig durchlaufen muss, bevor er sie anderen zumutet.

Die unbequemen Folgen

Konsequenz eins: Auf den meisten Fähigkeitsseiten steht derzeit niemand. Der Abschnitt sagt das offen, statt ihn zu verstecken.

Konsequenz zwei: Es gibt vorerst keine Reihungen. Solange eine Fähigkeit die Datenschwelle nicht erreicht, wird alphabetisch sortiert und ausdrücklich vermerkt, dass die Reihenfolge nichts aussagt.

Konsequenz drei: Die Suche auf der Startseite erscheint erst ab einer bestimmten Zahl von Einträgen. Ein Suchfeld über zwölf Dinge wirkt wie ein leeres Regal.

Die Wette

Sie lautet: Fünfundneunzig erklärte Fähigkeiten ziehen die Menschen an, die dort hineingehören – und zwar eher als tausend Karteileichen. Ob das aufgeht, wird man sehen. Falls nicht, steht es hier nachlesbar, dass es der Plan war.