Einwilligungsbanner sind zur Normalität geworden, und die meisten sind unnötig. Sie sind die Folge von Entscheidungen, die vorher getroffen wurden: eine Analysesoftware, die Cookies setzt; ein Videoplayer, der beim Laden Daten an einen Dritten sendet; Schriften, die beim Aufruf von einem fremden Server geholt werden und dabei die IP-Adresse mitliefern.
Jede dieser Entscheidungen ist einzeln bequem. Zusammen erzeugen sie die Notwendigkeit, jeden Besucher beim ersten Kontakt mit einer Rechtsfrage zu behelligen.
Was hier stattdessen geschieht
Die Reichweitenmessung läuft über eine selbst betriebene Installation auf eigenem Server, ohne Cookies, mit vor der Speicherung gekürzter IP-Adresse. Es gibt keine Zusammenführung mit anderen Quellen und keine Weitergabe. Eine Wiedererkennung einzelner Personen ist damit nicht möglich.
Die Schriften liegen lokal. Es gibt keine eingebetteten Videos, keine Kartendienste, keine Werbenetzwerke, keine Schaltflächen sozialer Netzwerke. Nicht aus Prinzipienreiterei, sondern weil jede dieser Einbindungen eine Datenübertragung an einen Dritten wäre – und damit etwas, das erklärt und eingeholt werden müsste.
Was das kostet
Man erfährt weniger. Ohne Wiedererkennung lässt sich nicht sagen, ob jemand zum zweiten Mal da war. Klassische Kennzahlen zu wiederkehrenden Besuchern gibt es nicht.
Die ehrliche Frage lautet: Welche Entscheidung hinge davon ab? Für dieses Portal keine. Was gebraucht wird – welche Fähigkeitsseiten gefunden werden, über welche Wege, welche Seiten niemand aufruft –, steht auch in einer cookielosen Messung.
Die eine Ausnahme
Im Mitgliederbereich gibt es eine Sitzungskennung. Sie ist technisch notwendig, damit jemand während des Bearbeitens angemeldet bleibt, endet mit dem Schließen des Browsers und dient keinem anderen Zweck. Solche Kennungen brauchen keine Einwilligung – sie brauchen aber eine Erklärung, und die steht in der Datenschutzerklärung.