Bestätigungen haben eine unangenehme Eigenschaft: Sie setzen voraus, dass man Leute kennt, die hier ein Profil haben. Wer neu ist, gerade umgezogen ist oder in einer kleinen Nische arbeitet, hat sie nicht – und das sagt nichts über sein Können.

Ein Beleg funktioniert anders. Er ist eine Adresse mit einer kurzen Erläuterung, die zeigt, dass die Angabe stimmt. Wer ihn prüfen will, klickt ihn an. Kein Netzwerk nötig, keine Gegenseitigkeit, keine Wartezeit.

Was ein guter Beleg ist

Ein guter Beleg zeigt statt zu behaupten. Ein Verweis auf eine Übersichtsseite, auf der der eigene Name unter dreißig anderen steht, belegt wenig. Ein Verweis auf ein Ergebnis, an dem man erkennbar mitgewirkt hat, belegt viel.

Konkret brauchbar sind: veröffentlichte Arbeiten, ein Beitrag in einer Fachpublikation, ein öffentliches Repository, eine Zertifizierung mit Prüfnummer, eine Bewertungsseite mit echten Kundenstimmen, ein Vortrag im Programm einer Konferenz.

Wenig brauchbar: die eigene Startseite, auf der die Fähigkeit als Leistung aufgeführt ist. Das ist dieselbe Behauptung noch einmal, nur an anderer Stelle.

Warum das die einzige Größe ist, die man selbst in der Hand hat

Die Reihenfolge auf einer Fähigkeitsseite hängt an gewichteten Bestätigungen – also an anderen. Die Profilvollständigkeit hängt an einem selbst: ausgefüllte Felder, geprüfte Verweise, Belege je Fähigkeit. Sie geht ihrerseits in die Gewichtung ein, wenn man andere bestätigt.

Wer also etwas tun will, ohne auf jemanden zu warten: Belege eintragen und Rückverweise einrichten. Beides kostet eine halbe Stunde und wirkt sofort.